Im Herzen der Toskana, in den Hügeln zwischen dem Chianti, den Ausläufern der Colline Metallifere und den Crete Senesi liegt Siena, Schmuckstück der mittelitalienischen Gotik. Den Mittelpunkt der auf drei Hügelrücken angelegten Stadt bildet die malerische, muschelförmige Piazza del Campo, die zweimal im Jahr zum Schauplatz des berühmten Pferderennens Palio wird. Dieses traditionelle Pferderennen ist ein Wettkampf unter den Stadteilen von Siena. Der Platz wird von prächtigen Palazzi und dem Rathaus Palazzo Pubblico mit dem Turm Torre del Mangia eingegrenzt.
Die Einheimischen und die Touristen benutzen den Campo wie einen Stadtpark. Man lässt sich einfach auf dem Pflaster nieder und lässt das städtische Treiben einfach auf einen einwirken.

Auf dem höchsten Punkt der Stadt erhebt sich der stattliche Dom Santa Maria mit sowohl romanischen als auch gotischen Stilelementen in der Fassade. Unterhalb des Chors schließt sich das Baptisterium San Giovanni an, während seitlich noch Spuren des "Neuen Doms" zu sehen sind, mit dem die Sieneser im 14. Jh. den bestehenden erweitern wollten. Bei schönem Wetter hebt sich der weiße und schwarze Marmor des Domes in einem scharfen Kontrast vom tiefblauen Himmel der Toskana ab. Selbst mit der einfachsten Kamera kann ein Hobbyfotograf postkartenreife Bilder des Domes knipsen, wenn er sich am Nachmittag auf dem Vorplatz beim Hauptportal aufhält.
Das Innere des Domes haben wir noch nicht besichtigt. Da jeder unserer Ausflüge nach Siena bei schönstem Wetter statt gefunden haben, trugen wir immer Shorts. Viele Touristen denken bei einer Besichtigung des Domes nicht an ihre Kleidung. Aus Gesprächen mit den Einheimischen ist mir aber bekannt, dass sie sich an den Horden leicht bekleideten Touristen in den Kirchen stören. Ich denke, dass man aus Achtung der Italienische Kultur angemessene Kleidung bei der Besichtigung von Kirchen tragen sollte, auch wenn man nicht extra darauf hingewiesen wird.

Weitere interessante Kirchen sind San Domenico, San Francesco, Santa Maria di Provenzano; sehenswerte Gebäude der Palazzo Chigi Saracini, Palazzo Tolomei, der Palazzo Piccolomini und die Rocca dei Salimbeni. Wir selbst haben Siena bereits zwei mal besucht, und es werden wohl weitere Besuche folgen.

Es empfiehlt sich seinen Besuch unter der Woche einzuplanen und viel Zeit mitzubringen. Die Besichtigung der zahlreichen Sehenswürdigkeiten lässt die Zeit wie im Fluge vergehen.