|
Marina
di Bibbona liegt an der Etruskischen Küste zwischen
Livorno im Norden und Grossetto im Süden. Mit dem Auto ist es einfach zu
erreichen, da die Autobahn E12 bei Cecina endet. Cecina ist der Nachbarort von
Marina di Bibbona.
Marina di Bibbona ist ein junger Badeort im
vergleich zu San Vincenco. Hier gibt es die Möglichkeit Ein- bis Dreizimmer
Ferienwohnungen zu mieten. Leider sind diese Gebäude im Stil der 80er Jahre und
auch die Einrichtung der privaten Wohnungen erinnern zu meist wenig an die
Toskana. Dafür sind die Grünanlagen wunderbar angelegt und gepflegt. Wer es
landestypischer haben möchte, sollte sich bei den zahlreichen privaten Angeboten
in der Umgebung umsehen.
Die eigentliche Stärke von Marina di Bibbona
ist jedoch der kommunale Strand. Er ist nicht ausgeschildert und somit
hauptsächlich von Einheimischen besucht. Der Strand liegt hinter einem alten
Pinienwald der für schattige Plätzchen sorgt. Der Pinienwald ist ein
Naturschutzgebiet. Wer einen reinen Sandstrand sucht ist hier an der falschen
Adresse. Angeschwemmte Wurzeln, Äste, Zweige und eine spärliche Flora besiedeln
den Strand entlang des Pinienwaldes. Dies ist gewollt um der einheimischen Fauna
einen Lebensraum zu bieten. Am vorderen Teil des Strandes (direkt am Durchgang
durch den Pinienwald) befindet sich der Familien- und Textilbereich, weiter in
südlicher Richtung wird dieser nach und nach vom FKK-Bereich abgelöst. Es gibt
für die Bereiche keine eindeutigen Grenzen - dies hat sich einfach so
entwickelt. Im FKK-Bereich gibt es auch keine Badeaufsicht.
Je weiter man dem Strand in Richtung
Donoratico folgt um so weniger Frauen sind anzutreffen (zumindest in der
Nebensaison und unter der Woche). Als Mann bekommt man schon eindeutige
Angebote, aber auch wenn man diese ausschlägt lernt man sehr nette Leute kennen.
Für eine Unterhaltung reichen zumeist Englischkenntnisse aus. Die Menschen sind
hier sehr kontaktfreudig und wenn es sein muss wird mit Händen und Füssen
geredet. Wer Französisch oder Spanisch kann ist klar im Vorteil, da dieses die
hauptsächlichen Fremdsprachen der Italiener sind.
Der Strand ist wenig bevölkert und es gibt
genug Platz für Sport aller Art.
Das Meer ist in der Regel sauber und nur
selten verirrt sich Unrat von den Schiffen an den Strand. Die Wasserqualität
wird überwacht und wird am Parkplatz bei den Campingplätzen ausgehängt. In den
Jahren 2002 und 2003 waren überraschend viele Quallen (ital. Medusa) zu finden.
Eine Berührung mit diesen ist zwar unangenehm, aber schon nach wenigen Stunden
hört der Juckreiz auf und zurück bleiben lediglich rote Striemen, die nach
wenigen Tagen verschwinden. In den Apotheken sind gute Salben erhältlich. Aus
eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen, bei Anwesenheit von Quallen im Wasser
eine Badehose zu tragen. Sonst kann es wirklich sehr unangenehm werden ;-). Auch
von den schwarzen Käfern will gewarnt sein, diese können sehr unangenehm
zwicken, wenn auch selten.
Im Familienbereich
ist mit afrikanischen Händlern zu rechnen. Diese verirren sich selten in den
FKK-Bereich und wenn, dann bieten sie ganz andere "Waren" und Dienstleistungen
an.
Alles in allem eignet sich der Strand von
Marina di Bibbona für Leute die die Ruhe suchen, aber auch für die
bewegungshungrigen und die kontaktfreudigen. Je nach Lust und Laune.

|