Zwei Jugendliche, einer von ihnen noch minderjährig, wurden am 20. Juli 2005, in Mashhad im Iran wegen homosexueller Handlungen hingerichtet. Die Hinrichtung durch Erhängung fand öffentlich und im Beisein einer Vielzahl von Zuschauern statt. Vor der Exekution auf einer Straßenkreuzung in Mashad nahe der Grenze zu Turkmenistan mussten die Delinquenten  228 Peitschenhiebe vor einer johlenden Menge über sich ergehen lassen. Ein Reporter der iranischen studentischen Nachrichtenagentur ISNA hatte kurz vor der Hinrichtung die Möglichkeit, mit den Angeklagten zu sprechen. Diese wiederholten mehrmals, dass sie vierzehn Monate nach dem Urteil ihre Tat bereuten und einsichtig seien. Einer der Angeklagten sagte sogar, er wusste zwar, dass homosexuelle Handlungen strafbar sind, nicht jedoch, dass sie mit dem Tode bestraft werden. Der Anwalt des minderjährigen Angeklagten Ruhollah Rasaszadeh erklärte, er habe nach dem erstinstanzlichen Urteil unter Hinweis auf die Minderjährigkeit seines Mandanten Berufung eingelegt. Das Hohe Gericht jedoch bestätigte das Urteil in der ersten Instanz. Das Urteil des Landkreises 19 wurde von der höchsten gerichtlichen Instanz im Iran überprüft und bestätigt und vollstreckt.

In einer späteren Meldung auf “Iran Focus” wurde unter Berufung auf die ISNA-Meldung behauptet, die beiden Burschen wären wegen eines sexuellen Übergriffs auf einen 13-Jährigen zum Tode verurteilt worden. Darüber steht aber nichts im ursprünglichen Bericht der ISNA. In einem anderen Bericht auf dem Website der Oppositionsbewegung “Nationaler Widerstandsrat des Iran” ist ebenfalls keine Rede von einer Schändung eines 13-Jährigen. Es scheint sich also bei dieser Behauptung um eine absichtliche Desinformation zu handeln, eine übliche Taktik des Regimes in Teheran, um die öffentliche Anteilnahme für das Schicksal der beiden Hingerichteten zu untergraben.

 

Ich habe diese Bilder nicht zur Befriedigung der Sensationslust in diese Seite aufgenommen. Vielmehr haben sie in mir grenzenlose Wut und abrundtiefe Trauer ausgelöst.

Kann mir jemand sagen wo ist die Schuld? Wo ist das Verbrechen?

In der deutschen Geschichte gab es auch eine Zeit, in der wir gefoltert und umgebracht wurden. Viele konnten hatten nur die Change zu überleben in dem sie vorgaben jemand anderes zu sein.
Wir hier in Deutschland - und in vielen anderen Ländern - haben das große Glück, dass wir heute unser Leben leben können wie wir sind. Dabei verdrängen wir, dass es immer noch Länder gibt in denen die unseren ermordet werden. Wo unschuldiges Leben einfach so ausgelöscht wird.

Ich habe kurzfristig überlegt, meine Homepage aus Anteilnahme an den ausgelöschten Leben und Träumen zu schließen. Doch das wäre das falsche Zeichen! Ich kann nur jeden bitten - lebt Euer leben. Und wenn es euch möglicht ist, zeigt der Welt wer und wie Ihr seid. Zeigt ihnen das wir normale Menschen mit normalen Wünschen und Träumen sind.

Was ist ein Menschenleben wert? Ich meine - wenn auch nur ein Mensch von tausend diesem Schicksal entkommt, sollten wir bereit sein, auch die restlichen 999 bei uns auf zu nehmen. Angesichts leerer Kassen und der Arbeitslosigkeit ist das ein schlag in Gesicht - ich weis. Aber wir leben -

haben andere nicht das gleiche Recht?