Warum ein Computer Museum ?

Nun ja - es sieht so aus als ob ich jetzt auch in dem Alter angekommen bin, in dem man schon mal in Erinnerungen schwelgt.
Als ich vor einiger Zeit im Internet surfte bin ich für mehrere Stunden auf einer Seite hängen geblieben welche sich mit den historischen 8 Bit Homecomputern beschäftigte. Mich faszinierten diese Großeltern der heutigen Rechner der Art, dass ich mir gleich einige Emulatoren besorgt habe.
Die Emulatoren haben zwar einiges auf dem Kasten - aber das Feeling fehlt leider. Also was lag näher als mal einen Blick auf das Angebot bei eBay zu werfen! Beim Umschauen blieb es nicht und so folgte was folgen muss.
Das Ergebnis kannst Du auf den folgenden Seiten bewundern.

Meine eigene Computer Historie

Zum ersten Mal bin ich in einer Zeit mit einem Homecomputer in Berührung gekommen, als man sich diese Wunderwerke kaum leisten konnte. Es war der ZX81 vom damaligen Freund meiner Cousine. Was er diesem Selbstbausatz damals beigebracht hatte war für damalige Verhältnisse schon sehr erstaunlich. Zum Beispiel konnte das Teil verschiedene Graustufen erkennen, Musik machen und verfügte über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung.

Da ich zu diesem Zeitpunkt noch Schüler war, und mir logischerweise das Kleingeld fehlte, war das Thema zwar bald wieder vom Tisch, aber die Saat war gesät.

Als ich 1983 meine Lehre begann fing ich an mein Geld für einen Homecomputer zusammen zu kratzen. Im Frühjahr 1984 war es soweit, ich kaufte bei Vobis in Stuttgart einen VC-20. Zunächst ohne Zubehör denn für dieses reichte mein Geld nicht und so gab es einige Reibereien innerhalb der Familie. Ich hatte zwar einen kleinen schwarz-weiss Fernseher, ich musste diesen aber mit meinem Vater teilen. Auch eine Datasette war unerschwinglich, also musste Muttis Kassettenrecorder herhalten. Eine Schaltung war schnell gebastelt, aber leider hatte der Recorder kein Zählwerk.
Irgendwie kam ich mit dem VC-20 nicht so zurecht wie ich mir das gewünscht habe. Dies lag unter anderem auch daran, dass mir das Zubehör nicht ständig zur Verfügung stand.

Einige Zeit später ging es aber richtig los! Ich hatte die Gelegenheit einen gebrauchten C-64 vom Bruder eines Kollegen aus der Ausbildung zu kaufen. Diesmal mit Datasette (Protz!)! Ich belegte einen BASIC Kurs an meiner Berufschule (der Werner Siemens Schule in Stuttgart), wodurch ich auch Zugang zum Computerlabor erhielt. Sehr schnell begann ich elektrotechnische Funktionen mit Hilfe meines C-64 grafisch darzustellen. Diese Übungen hatten zweierlei Effekte. Zum einen verbesserten sich meine Noten (zumindest in Mathe) drastisch, und zum anderen lernte ich das Programmieren.

Über die Jahre wurde aus meinem C-64 ein kleines Computersystem. Ein Monitor, zwei Diskettenlaufwerke und ein gebrauchter Drucker kamen hinzu. Ich programmierte viel, arbeitete viel mit GEOS spielte aber so gut wie nicht.
Später gab es durch meinen Computer-Tick auch die eine oder andere Ehekrise mit meinem Freund.

Irgendwann Ende der 80er kaufte ich von einem Praktikant eine Diskettenbox voll Amiga-Disketten. Ich hatte zwar noch keinen Amiga aber viele Spiele und noch mehr Viren. Bald danach hatte ich jedoch das Geld für einen Amiga 2000 zusammen und kaufte diesen (ich glaube es war bei Arlt-Computer in Heilbronn?). Auch den Amiga kaufte ich ohne jegliches Zubehör. Aber auch das Zubehör folgte: ein zweites Diskettenlaufwerk, einen HP 550, erst eine - danach mehrere Festplatten, ein CD-Laufwerk, ein 386 Janusboard, eine Turbokarte mit einem 68030 und Koprozessor (natürlich übertaktet), einen Flicker-Fixer und einen NEC Multisync 3d. Da alles zusammen nicht mehr in das originale Gehäuse passte, habe ich alles kurzerhand in ein Tower Gehäuse eingebaut.
Gespielt habe ich weiterhin nicht. Vielmehr lernte ich das Programmieren in C und schrieb ein Programm nach dem anderen. Auch hatte ich bald einen BTX-Anschluss.

In der Zwischenzeit folgten noch ein paar weitere Rechner. Ein ZX 80, ein C-16, ein plus/4 (dieser ging hops bei dem Versuch ihn zu einer Alarmanlage umzubauen), ein Amiga 500 mit Festplatte, ein Amiga 1000, zwei Amiga 600 (einer davon mit Festplatte) und ein CDTV mit allem Zubehör.

Neben dem Programmieren baute ich auch bald meine Erweiterungen selbst. Z.B. Speichererweiterungen, Uhrenmodule und Schaltungen für PC Diskettenlaufwerke am Amiga.

Nachdem Commodore in immer größere Schwierigkeiten kam begann die Zeit des Abwartens. Wird es nach dem Amiga 4000 weitere Amigas geben und was werden diese Leisten? Die Wartezeit wurde bei mir durch die Einführung von Windows 95 beendet. Schweren Herzens gab ich auf, verkaufte alles was da war und begann die Windows-Welt für mich zu entdecken.
Lediglich mein CDTV tat mir noch Jahrelang treue Dienste als CD-Player.

Gesucht wird ...

vor allem alles rund um den Amiga und was man zum Programmieren braucht.
Darüber hinaus bin ständig auf der Suche nach Commodore Hardware und Software.
Speziell folgende Geräte, deren Zubehör, Handbücher und Dokumentationen:

  • VC-20

  • C-64

  • SX-64

  • C-65

  • C-128

  • C-128D

  • C-16

  • C-116

  • plus/4

  • Amiga 500

  • Amiga 500+

  • Amiga 600

  • Amiga 1000

  • Amiga 1200

  • Amiga 2000

  • Amiga 3000

  • Amiga 3000T

  • Amiga 4000

  • Amiga 4000T