Commodore plus/4
Gekauft am 28.04.2005
Kaufpreis 20,50 €
Gekauft von ebaY-Mitglied "schlunder"
Lieferumfang Computer, Netzteil, Datasette 1531, Joystick, diverse Kassetten
Technischer Zustand Voll funktionsfähig
Optischer Zustand Gut, Tastatur etwas vergilbt
Gekauft am 20.06.2005
Kaufpreis 15,65 €
Gekauft von ebaY-Mitglied "riegi14"
Lieferumfang Computer, Netzteil, Datasette 1531, Joystick, Handbücher, diverse Kassetten
Technischer Zustand Nach kleiner Reparatur an Tastatur voll funktionsfähig
Optischer Zustand Tastatur vergilbt und einige Kratzer
Suche Handbücher, Commodore 1551 Diskettenlaufwerk, GEOS (eventuell deutsch), sonstige Software, Monitor, sonstige Hardware

Commodore hatte bereits ein Jahr nach der Vorstellung des C-64 einen neuen Computer serienreif. Als C-264 sollte er auf die Menschheit losgelassen werden. 60 KB RAM frei für Basicprogramme, ein sehr gutes Basic und mehr Farben stellten den C-64 in den Schatten. Dafür fehlten jedoch Sprites und der Sound des C-64. Irgendwann hat wohl auch bei Commodore jemand gemerkt, dass dieser Rechner dem C-64 nur schaden konnte und die Kunden verwirrt hätte. So verschwand der C-264 erstmal wieder in der Versenkung, kam dann aber ein Jahr später doch noch auf den Markt. Mit vier eingebauten Programmen sollte er im Gegensatz zum C-64 eher diejenigen ansprechen, die einen Computer als Schreibmaschinenersatz haben wollten. Um auf die eingebauten Programme hinzuweisen, wurde auch der Name des neuen Sprösslings geändert, er hieß nun plus/4.

Durch Druck auf F1 oder durch Eingabe von SYS 1525 wird die im ROM installierte Textverarbeitung gestartet. Von hier aus sind dann die drei anderen Programme (Tabellenkalkulation, Dateiverwaltung und "Grafikprogramm") erreichbar: Drückt man die Commodore-Taste und C, gelangt man in den so genannten Kommandomodus. Der dort erscheinende Prompt gibt an, in welchem Programm man sich gerade befindet ("W>" für Wordprocessing/Textverarbeitung, "C>" für Calculation/Tabellenkalkulation und "F>" für File/Dateiverwaltung). Mit dem Befehl T (to), gefolgt von einem dieser Buchstaben, kann man das entsprechende Programm dann aufrufen (also z.B. "TC" für die Tabellenkalkulation).

Die eingebaute Software kann man leider kaum als professionell bezeichnen: Eine Textverarbeitung mit sehr begrenztem Speicherplatz, nämlich gerade mal 7623 Bytes (99 Zeilen mit je 77 Zeichen), eine sehr kleine Tabellenkalkulation (nur 17 Spalten und 50 Zeilen) eine schlechte Grafiksoftware (welche die Daten von den Tabellen zeigen konnte, aber nur im Textmodus) und eine kleine Datenbank (999 Einträge mit 17 Datenfeldern und pro Datenfeld maximal 38 Zeichen). Erschwerend kommt hinzu, daß ein Diskettenlaufwerk teilweise Pflicht ist.

Neben der geänderten Architektur, die sich in dem großen Programmspeicher und dem vom Umfang verdoppelten BASIC und Betriebssystem äußert, entspricht der prinzipielle Aufbau des plus/4 jedoch dem bisher von Commodore gewohnten. Das bedeutet: Zeropage ab $0000, Kernal-Sprungtabelle am oberen Speicherende und als Prozessor ein 6502-kompatibler. Während die Belegung der Zeropage angepasst werden muss, können Maschinenspracheprogrammierer die wichtigsten Systemroutinen (OPEN, CLOSE, BASIN, BSOUT...) wie bisher unmittelbar übernehmen. Die Speicherverwaltung besorgt, wie bereits im C-64, auch hier ein spezieller PLA-Chip. Er verfügt jedoch über weiterreichende Möglichkeiten und enthält zudem einen Maschinensprache-Monitor "TEDMON", der von BASIC aus einfach über MONITOR aufgerufen werden kann.

Die Ansteuerung des nur beim plus/4 vorhandenen User-Ports erfolgt über einen bidirektionalen 8-Bit-Treiber und eine neue ACIA 6551A, die alle Signale einer RS232-Schnittstelle bereitstellt. Sie erzeugt jedoch nicht die erforderlichen RS-232-Pegel, sondern stellt vielmehr TTL-Pegel an den betreffenden Kontaktleisten zur Verfügung. Auch wer es gewohnt war, den 8-Bit-Parallelausgang stets auf den Pins C...L zu finden, darf den Lötkolben zwecks Adapterbau vorwärmen

Datenblatt Commodore plus/4
Erscheinungsjahr Juni 1984
Ca. Neupreis 560,- DM
Prozessor MOS Technologies 7501 (spezieller 6502)
Taktfrequenz 1,76 MHz
Arbeitsspeicher 64 KByte, davon ca. 60 KByte nutzbar im Textmodus und ca. 52 KByte im Grafikmodus
ROM 64 KByte:
- Basic V3.5 (32 KByte)
- 3 plus 1 Software (32 KByte)
Betriebssystem Basic V3.5
Grafikchip TED 7360
Textmodi 121 Farben Farbpalette:
- 40 x 25 Zeichen
Grafikmodi 121 Farben Farbpalette:
- 320 x 200 in 2 Farben pro 8x8 Pixel-Block
- 160 x 200 in 3 Farben pro 4x8-Pixel-Block
Sprites Keine
Soundchip TED 7360
Sound 2-stimmig, 4 Oktaven
Ein-Ausgabechip TED 7360
Tastatur 66 Tasten, im Gehäuse eingebaut
Gehäuseform Tastaturcomputer
Laufwerke Keins intern aber folgende extern anschließbar:
- 1541
- 1551
- 1571
- 1581
- Datasette 1531
Anzeige - Fernseher
- Composite-Monitor
Erweiterungsmöglichkeiten Modulsteckplatz
Ein-Ausgabe - Modulsteckplatz
- Zwei Joystick-Ports
- Fernsehanschluß
- RGB und Composite-Monitoranschluß (beinhaltet auch Audio)
- Serieller Port für Drucker und Diskettenlaufwerke
- Spezielles Tape-Interface mit 300 bps
- User-Port
Anschlussbelegungen