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In einer Zeit, in der selbst Diskettenlaufwerke sehr teuer bis unerschwinglich waren, gab es nur eine Alternative zum Abtippen: Laden und Speichern der Daten auf Kassette. Dabei handelt es sich um eine ganz normale Musikkassette, auf der Computerdaten enthalten sind. Man kann sich die Kassetten sogar in jeder HiFi-Anlage anhören, jedoch erreicht man damit denselben Effekt, wie wenn man eine Daten-CD in den CD-Player legt. Der Vorteil der geringen Hardware- und Medienkosten wurde allerdings durch die Nachteile der sequentiellen Aufzeichnung der Daten und der langsamen Datenrate in den Schatten gestellt. Der Preis einer Datasette belief sich damals auf stolze 150,- DM. |
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Von Commodore gab es hauptsächlich die Laufwerke C2N, 1530 und 1531. Die 1531 war identisch mit ihrem Vorgänger, hatte aber einen Mini-DIN Anschluss anstelle des breiten Commodore-Anschlusses, da sie für die 264-Serie (C-16, Plus/4) gedacht war. Außerdem war die Gehäusefarbe in Schwarz geändert worden, um zu den "neuen" Rechnern zu passen. |
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Die Datenrate des Tape-Interfaces ist 1100-1200 Baud. Die Daten werden zweifach geschrieben und werden durch einen CRC-Prüfsummencode ergänzt. Dieses Verfahren reduziert die tatsächliche Datenübertragungsrate auf etwa 300 Baud. Commodore war die erste (und letzte) Firma, die dieses Verfahren zum Einsatz brachte. Die ganze Aktion hat aber noch einen riesigen Nachteil: Nachdem das ganze ziemlich aufwendig ist, werden während des Lese- oder Schreibvorgangs alle unnötigen Tätigkeiten angehalten. Es gibt keine Bildschirmtätigkeiten, Soundausgabe oder Tastaturabfrage (diese beschränkt sich auf die RUN/STOP-Taste), und die Interne Uhr (TI; TI$) wird ebenfalls angehalten. Wegen all dieser Nachteile wurden die Diskettenstationen populär, und entgegen der allgemeine Meinung waren diese nicht nur wegen der schnelleren Ladezeiten beliebt, obwohl das eigentlich der Grund sein sollte... |
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Zum Bau der Datasette werden das Laufwerk, der Vorverstärker und die Tonköpfe eines normalen Musik-Kassettenrekorders verwendet, auf Lautsprecher und Mikrophon wird verzichtet. Als zusätzliches Element besitzt sie einen so genannten Schmitt-Trigger, der die Tonsignale in für den Computer verständliche Rechtecksignale umwandelt. |
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Die Aufbereitung der Signale in Daten übernimmt der Prozessor des Heimcomputers mit Hilfe eines im ROM gespeicherten Maschinenspracheprogramms. Der bei den entsprechenden Modellen normalerweise vorhandene BASIC-Interpreter spricht dieses über die Befehle LOAD (Laden) und SAVE (Speichern) an. |
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Die preiswerte Konstruktion und die Datensicherheit vor die Geschwindigkeit stellende Programmierung erlaubte beim PET 2001 oder C-64 nur Datenraten von etwa 60 bis 70 Bytes/s, die allerdings durch so genannte Schnell-Lader auf etwa das zehnfache gesteigert werden konnte, wodurch jedoch die Datensicherheit sank. Bei Modellen anderer Firmen war die Standard-Datenrate meist etwas höher, wodurch weniger Bedarf für Schnell-Lader bestand. |
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