Commodore Amiga 1200 Magic

Gekauft am 11.06.2005
Kaufpreis 30,- €
Gekauft von ebaY-Mitglied "zauberfruechtchen67"
Lieferumfang Computer, Netzteil, Maus, Antennenkabel, Workbench 3.1, Phase 5 Blizzard 1230 IV Turbo Board, Original-Software
Technischer Zustand Voll funktionsfähig
Optischer Zustand Sehr gut
Bemerkungen Am 01.04.2008 wurde von mir ein IDE zu CompactFlash Adapter und eine 2 GByte CompactFlash Karte als Festplatte eingebaut. Die CF Karte enthält 2 Partitionen mit je 1 GByte und ist bootfähig.
06.04.2008 Aufrüsten des Fast-RAM auf 32 MByte über das Turboboard mit PS/2 SIMM 60 ns. Ein zweiter Speicherriegel für die SCSI-Erweiterungskarte des Turboboards ist ebenfalls vorhanden.
Suche Handbücher, SCSI-Erweiterungskarte für das Turboboard, Externes CD-Laufwerk, Coprozessor, sonstige Soft- und Hardware.

Beim Amiga 1200, der Ende 1992 auf den Markt kam, handelt es sich, wie beim Commodore 64 und beim Amiga 500 um einen Tastaturcomputer. An Software wurde AmigaOS 3.0 mitgeliefert. Er war einer der wenigen Computer, bei denen Commodore "alles richtig gemacht hatte". Auf der Basis dieses Rechners entstand später die Spielkonsole CD³².

Die Gehäuseform ähnelt dem Amiga 600, wurde jedoch um ca. ein Drittel verbreitert, um Platz für die Standard-Amiga Tastatur und eine größere Platine zu machen. Wie im Amiga 4000 arbeitet im 1200er der AGA-Chipsatz, und auch sonst unterscheidet sich die Hardware nicht sonderlich. Als CPU verrichtet eine Sparversion des MC68020 mit 14 MHz ihren Dienst, der Speicherausbau beträgt 2 MByte Chip-RAM. Die Hauptplatine wurde mit der SMD-Technik hergestellt.

Der Hauptunterschied zwischen dem 1200er und dem 4000er ist zum einen natürlich das Gehäuse und zum anderen die Erweiterbarkeit. Beim 1200er gibt es lediglich einen internen 150poligen Prozessorslot für Turbokarten und andere hardwarenahe Erweiterungen. Dafür besitzt er ebenfalls den schon vom Amiga 600 bekannten PCMCIA-Slot. Dazu kommt noch ein interner 44poliger Anschluss für 2,5" IDE-Festplatten. Mit ein wenig Bastelei kann man aber auch 3,5" Festplatten einbauen, dazu muss aber die Abschirmung entfernt und das Gehäuse leicht modifiziert werden. Die Tastatur ist wie beim A600 über ein grünes Plastikflachbandkabel mit der Hauptplatine verbunden, welches allerdings nicht sonderlich flexibel und recht empfindlich ist, dies ist gerade für Bastler ärgerlich. Eine Besonderheit ist der so genannte Uhrenport auf der Hauptplatine. Hier kann Spezialhardware angeschlossen werden, wie zum Beispiel ein Catweasel Floppycontroller.

Bei sehr vielen Hardware-Erweiterungen ist das Standardnetzteil allerdings deutlich überfordert (spätestens wenn die Power-LED bei Plattenzugriffen flackert wird es kritisch), ein stärkeres Ersatznetzteil ist dann dringend erforderlich um Stabilitätsprobleme zu vermeiden.

Um die Erweiterungsproblematik und das Netzteilproblem zu umgehen, gab es, wie schon beim 500er, zahlreiche Towerumbausätze, die meist auch mit mehreren Zorro-II Steckplätzen bestückt waren. So kam man relativ günstig zu fast denselben Aufrüstmöglichkeiten eines vollwertigen 4000ers. Sollte man aber lediglich mehr CPU-Power oder ein CD-Laufwerk benötigen, kommt man auch mit den normalen Ausbaumöglichkeiten aus. Die Turbokarte kommt hierbei in den internen Prozessorslot und das CD-Laufwerk wird über den PCMCIA-Anschluss angeklemmt.

Die ESCOM-Neuauflage

Nach der Commodore-Pleite 1994 und der Übernahme durch Escom ein Jahr später wurde der Amiga 1200 wieder gefertigt. Auf den ersten Blick hat sich nichts geändert, die Hardware war praktisch identisch. Dennoch gab es Probleme mit dem Diskettenlaufwerk, da die alten Laufwerke nicht mehr verfügbar waren und stattdessen leicht modifizierte PC-HD Laufwerke eingesetzt wurden. Leider griffen einige Programme direkt auf die Hardware zu und bekamen nicht die erwartete Reaktion was zu Abstürzen führte. Nachdem dies bekannt wurde gab es einen kostenlosen Schaltkreis von Amiga Tech. der dieses Problem behob.

Davon abgesehen wurde noch das Typenschild verändert und das Gehäuse verwendete eine andere Plastiksorte.

Datenblatt Commodore Amiga 1200
Erscheinungsjahr 1993
Ca. Neupreis 648,- DM
Prozessor Motorola MC68EC020
Taktfrequenz 14,28 Mhz
Arbeitsspeicher 2 MByte
ROM 512 KByte Kickstart-ROM
Betriebssystem AmigaOS 3.0 später AmigaOS 3.1
Chipsatz AGA
Grafikchip "Lisa"
Textmodi Keine
Grafikmodi 16,7 Millionen Farbpalette
- 256 Farben in 320x512
- 256 Farben in 640x512
- 256 Farben in 1280x512
und viele weitere programmierbar
Sprites 8
Soundchip "Paula"
Sound 4 Stereo 8Bit Digitalkanäle
Ein-Ausgabechip "Gary"
Sonstige Chips - "Agnus"
   Übernimmt den Job eines Adreßgenerators und beinhaltet die
   Chips "Copper" und "Blitter"
- "Copper"
   Ermöglicht es, die Register der Custom-Chips abhängig von
   der momentanen Rasterzeile neu zu programmieren
- "Blitter"
   Kann Speicherbereiche kopieren und logisch miteinander
   verknüpfen
Tastatur Amiga-Standardtastatur mit Ziffernblock
Gehäuseform Tastaturcomputer
Laufwerke 3,5" Diskettenlaufwerk, 880KB
Anzeige - Composite-Monitor
- RGB-Monitor
- Fernseher
Erweiterungsmöglichkeiten - Über die Trapdoor-Erweiterung an der Unterseite
- Über den PCMCIA-Slot an der linken Seite
Ein-Ausgabe - Expansions-Port
- Stereo-Sound
- Zwei Joystick-Ports
- RGB und Composite-Monitoranschluß
- Serieller Port
- Paralleler Port
Anschlussbelegungen