Commodore Amiga 500 plus

Gekauft am 16.03.2008
Kaufpreis 22,16 €
Gekauft von ebaY-Mitglied "malte.schroeder"
Lieferumfang Computer, Netzteil, Maus, 2x Joystick "Competition Pro", eine Diskettenbox mit vielen Disketten (auch originale von einigen Spielen)
Technischer Zustand Durch den Transport waren einige IC's locker. Nach dem diese festgedrückt wurden ist der Rechner voll funktionsfähig
Optischer Zustand Sehr gut, leicht nachgedunkelt, nicht vergilbt
Suche Gut erhaltene Festplatte, CD-Laufwerk, Handbücher, sonstige Soft- und Hardware, DCF77-Empfänger
Mein Commodore Amiga 500 plus

11.06.2008 Beim Surfen im Internet bin ich auf einen Artikel gestoßen, welcher die Gefahren von ausgelaufenen Batterien beschreibt. Als ich den Amiga 500 plus öffnete musste ich feststellen, dass auch diese Batterie Kristalle gebildet hat. Auf den Motherboard hat sich noch kein dunkler Fleck gebildet. Die die Hardware-Uhr arbeitete ohne Probleme, trotzdem habe ich die Batterie entfernt.

23.07.2008 Da das Diskettenlaufwerk vermehrt Lesefehler hatte wurde das Laufwerk durch ein Neues ersetzt. Leider habe ich zu spät erfahren, dass das neue Laufwerk keine externen Laufwerke mehr zulässt!

Aktuelle Konfiguration
Mein Amiga 500 plus hat das Kickstart-ROM 2.0 eingebaut wird aber über das Programm "SKick" mit Kickstart 3.1 und Workbench 3.1 betrieben. Als Festplatte wird eine AlfaPower 500 mit einer 4 GByte CompactFlash-Karte und 2 MByte RAM eingesetzt. Alternativ zur Festplatte kommt auch das CD-Laufwerk A570 zum Einsatz.

Dringend gesucht
Ich suche dringend noch einen DCF77-Empfänger für die serielle Schnittstelle und eine gut erhaltene Festplatte, welche zum Einsatz am Amiga 500 plus geeignet ist. Solltest Du mir weiter helfen können wäre ich Dir sehr dankbar!

ACHTUNG Zeitbombe!

Ich empfehle Jedem die Batterie der Hardware-Uhr zu entfernen oder auszutauschen. Durch Alterung der Batterie läuft die Säure aus und verbreitet sie sich innerhalb der Schichten, was zur Zerstörung der Leiterbahnen führt. Die Batterie wird nur zur Pufferung der Hardwareuhr gebraucht, auch ohne sie arbeitet der Amiga ohne Probleme - nur die Zeit muss eben manuell eingestellt werden.

Der Commodore Amiga 500 plus

Hierbei handelt es sich um den meistverkauften Rechner aus der Amiga-Reihe. Das Gerät wurde für viele Computerfreaks zum Traumcomputer. Durch seine großartigen Eigenschaften in Sachen Grafik und Sound, aber auch wegen teilweise gravierender Stabilitätsprobleme des Betriebssystems war er bald als Spielecomputer verschrien, ein Ruf, den er leider bis heute nicht losgeworden ist.

Der Amiga 500, der um 1986 etwa zeitgleich mit dem Amiga 2000 eingeführt wurde, teilte viele seiner Leistungsdaten mit diesem. Da die Zielgruppe jedoch der Heimbereich war, verzichtete man bei diesem Rechner auf das Desktopgehäuse und spendierte ihm stattdessen ein dem Commodore 128 ähnliches Outfit. Wie der Amiga 1000 und 2000 besaß der Amiga 500 eine MC68000 CPU, die mit 7,14 Mhz getaktet war. Seine Speicherausstattung betrug 512 KByte. Der Rechner war verglichen mit dem Amiga 2000 recht spärlich aufrüstbar, besaß aber doch einen Erweiterungsanschluss an der linken Seite und eine sog. Trapdoor-Erweiterung an der Unterseite. In dieser fand meist eine 512 KByte Speichererweiterung mit Uhr Platz.

Die wohl meistgekauften Erweiterungen waren, neben der besagten Speichererweiterung ein zusätzliches Diskettenlaufwerk und Erweiterungen für den Expansionsport an der linken Seite, welcher übrigens mit dem des Amiga 1000 identisch, jedoch um 180° gedreht ist. Dieser Anschluss war bei vielen dieser Karten durchgeschleift, so dass man mehrere Erweiterungen anbauen konnte. Erhältlich waren Action- Replay-Module, Speichererweiterungen, Festplatten, Turbokarten und andere exotische Karten. Sogar ein CD-ROM-Laufwerk gab es, nämlich das A570.

Die ursprünglich ausgelieferte Betriebssystem-Version waren Kickstart und Workbench 1.2. Ab ca. 1988 wurde der Rechner mit Version 1.3 ausgeliefert. Leider waren besonders die Version 1.2 und früher aufgrund des kurzen Entwicklungszeitraums teilweise noch instabil, es kam vor, dass man nach einem einfachen Tastendruck in einem Textprogramm einen bildschönen Systemabsturz provozierte. Zum Glück bekam Commodore dies mit Kickstart/Workbench 1.3 einigermaßen in den Griff.

Wer den Rechner schon mal geöffnet hatte und sich wegen der Aufschrift "B52/ROCK LOBSTER" gewundert hat: Dies war der Entwicklungs-Codename des Amiga 500. Er ist eine Referenz auf den Song "Rock Lobster" der auf dem Debutalbum "The B52´s" der gleichnamigen Musikgruppe erschienen ist.

Revisionen der Hardware

Während seiner sechsjährigen Produktionszeit hat der A500 viele, nicht auf den ersten Blick sichtbare Veränderungen durchlebt. Hier die wichtigsten Revisionen und Unterschiede:

Revision 3 und älter:
Sollte man meiden. Einige der ganz frühen US-Versionen des Rechners hatten noch das Häkchen-Amiga-Logo des A 1000 und der große Schriftzug "AMIGA" auf dem Gehäuse war in Schwarz.

Revision 5:
Dieser 500er kam 1987 auf den Markt und wurde mit Kickstart 1.2 ausgeliefert. Er besitzt nur 512k Chip-RAM und kann nur mit einer Chip-RAM- Erweiterung auf 2MB Chip-RAM gebracht werden. Er verfügt über das sog. originale Chipset (OCS).

Revision 6 und 7:
Diese Rechner sind mit dem 8372A Agnus-Chip ausgestattet, der bis zu 1 MByte Chip-RAM verwalten kann. Außerdem wurden sie mit Kickstart 1.3 ausgeliefert. Der Rest ist identisch mit den 5er Revisionen.

Revision 8 (Amiga 500 plus):
Dieser 500er war als Amiga 500 Plus bekannt und erschien 1991 mit der Kickstartversion 2.0. Er verwendete das erweiterte Chipset (ECS). Der Amiga 500 Plus ist aus heutiger Sicht der beste 500er. Bei seinem Erscheinen ging zuerst ein Aufschrei des Entsetzens durch die Reihen der Anwender, weil plötzlich viele alte Programme nicht mehr liefen. Wie sich letztlich herausstellte, lag das aber weniger an Commodore oder Kickstart 2.0 als an unsauber programmierter Software (direkte Hardwarezugriffe sind nun mal bei einem Multitaskingsystem tödlich). Später erschienen mit dem Amiga 600 auch noch Revisionen des 500 Plus mit dem BigFatAgnus (8372B), die sogar 2MB ChipRAM adressieren konnten

Revision 8a:
Die Revision 8 des 500er Mainboards war in vieler Hinsicht bauteileoptimiert worden, was die Produktionskosten senkte. Um eine günstige Alternative zum A500 Plus zu bieten, wurde die Platine des 500 Plus um 512k RAM, die HiRes-Denise und die Uhr beraubt und hatte auch nur Kickstart 1.3. Dieses Gerät besitzt also wiederum nur 512k Chip-RAM und das OCS. Praktischerweise lässt sich aber das fehlende Chip-RAM einfach nachrüsten, da man den BigFatAgnus beließ. Allerdings funktioniert dann die normale 512k-Erweiterung mit Uhr im Erweiterungsschacht nicht mehr. Die fehlenden Teile der Uhr müssten ebenfalls auf der Hauptplatine nachgerüstet werden. Spendiert man diesem Gerät auch noch eine HiresDenise, so hat man einen vollwertigen Amiga 500 Plus mit ECS vor sich.

Sondermodelle

Es gab auch zwei limitierte Sondermodelle, die "Designer"-A500erter, bei denen das Gehäuseplastik grafisch aufgewertet wurde, einmal mit einem "Tiger"-Motiv und einmal mit einem "Boing-Ball"-Motiv. Technisch gab es keine Veränderungen.

Zum Schluss sollte man erwähnen, dass der Amiga 500 dem Amiga generell erst zum Durchbruch verholfen hat, er verkaufte sich mehr als 5 Millionen mal. Im Gegensatz zum Amiga 2000, der oft in der Videopostproduktion und beim Fernsehen eingesetzt wurde, wurde der Amiga 500 mit der Zeit zum definitiven Heimcomputer, einem würdigen Nachfolger des Commodore 64. Trotzdem wurde die Produktion des Amiga 500 früher eingestellt als die des 64ers.

Datenblatt Commodore Amiga 500 plus
Erscheinungsjahr März 1991
Ca. Neupreis 1098,- DM
Prozessor Motorola MC68000
Taktfrequenz 7.14 Mhz
Arbeitsspeicher 1 MByte Chip-RAM serienmäßig
ROM 512 KByte Kickstart ROM
Betriebssystem AmigaOS 2.0
Chipsatz ECS
Grafikchip Denise
Textmodi Keine
Grafikmodi 4096 Farben Farbpalette
- 64 Farben in 320x512
- 16 Farben in 640x512
- 4 Farben in 1280x512
weitere programmierbar
Sprites 8
Soundchip Paula
Sound 4 Stereo 8Bit Digitalkanäle
Ein-Ausgabechip Gary
Sonstige Chips - Agnus
   Übernimmt den Job eines Adreßgenerators und beinhaltet die
   Chips "Copper" und "Blitter"
- Copper
   ermöglicht es, die Register der Custom-Chips abhängig von
   der momentanen Rasterzeile neu zu programmieren
- Blitter
   kann Speicherbereiche kopieren und logisch miteinander
   verknüpfen
Tastatur Amiga-Standardtastatur mit abgesetztem Ziffernblock
Gehäuseform Tastaturcomputer
Laufwerke 3,5" Diskettenlaufwerk, 880KB
Anzeige - Composite-Monitor
- RGB-Monitor
- Fernseher
Erweiterungsmöglichkeiten - Über die Trapdoor-Erweiterung an der Unterseite
- Über den Prozessorslot an der Rechten Seite
Ein-Ausgabe - Expansions-Port
- Stereo-Sound
- Zwei Joystick-Ports
- RGB und Composite-Monitoranschluß
- Serieller Port
- Paralleler Port
Anschlussbelegungen