Commodore Amiga 2000

Gekauft am 01.03.2008
Kaufpreis 46,01 €
Gekauft von ebaY-Mitglied "samosita"
Lieferumfang Computer A 2000B, 2. 3 1/2" Diskettenlaufwerk, 5 1/4" Diskettenlaufwerk, Tastatur, Maus, Festplatte A2091 mit Originalverpackung, AT Emulator-Kit Deutsche Version A2286, DOS 5.0 Diskette und DOS-Handbuch, Handbuch A2088/A2286 Bridgeboard Benutzerhandbuch Deutsch, A2000 Benutzerhandbuch Deutsch, A2000/A500 Amiga Basic Handbuch Deutsch, A500 Handbuch Power-Pack, 3 Stck PC-Handbücher PC MS-DOS Shell/GW Basic/MS-DOS alle Deutsch, Joy-Board Mulifunktion Joystick, Druckeranschlusskabel , Monitoranschlusskabel, Netzanschlusskabel, Lerndisketten, Kopie der A2266 und der A2091 Disketten.
Technischer Zustand Der Amiga bootete nur manchmal und hatte Probleme mit dem Arbeitsspeicher. Es stellte sich heraus, dass der Sockel des Agnus gerissen war - eine Reparatur war nicht möglich. Die zusätzliche Hardware ist voll funktionsfähig.
Optischer Zustand sehrgut, Tastatur und Maus leicht vergilbt
Gekauft am 29.03.2008
Kaufpreis 29,50 €
Gekauft von ebaY-Mitglied "opelsg"
Lieferumfang Computer A 2000C, Tastatur, Netzanschlusskabel.
Technischer Zustand voll funktionsfähig.
Optischer Zustand Gehäuse sehr zerkratzt, Tastatur extrem vergilbt
Suche Originaldisketten A2091 und A2286, Handbücher, sonstige Soft- und Hardware, DCF77-Empfänger, Flickerfixer, IDE-Kontroller, PC-ISA-Karten
Mein Commodore Amiga 2000

29.03.2008 Nachdem der A 2000B nicht funktionsfähig war habe ich den A 2000C ersteigert. Aus den sehr gut erhaltenen Gehäuseteilen das A 2000B, den Laufwerken und den Erweiterungskarten und dem A 2000C habe ich einen sowohl technisch als auch optisch einwandfreien Amiga 2000 gemacht.

16.05.2008 Das originale Kickstart 2.0 habe ich durch das Kickstart 3.1 ersetzt und die Turbokarte A2630 mit 4 MByte RAM eingebaut.

01.06.2008 Einbau eines standard IDE-CD-Brenners mit Hilfe eines Yamaha SCSI auf IDE Adapter. Um den Brenner anzusprechen wird ein CD-Dateisystem benötigt. Ich verwende das AmiCDFS. Damit der Brenner das Wechseln der CD's sauber erkennt, muss beim Einsatz des Yamaha SCSI auf IDE Adapter im Mount-File unter "DEVS:DOSDrivers/CDx" beim Eintrag "Control" dir folgenden Optionen eingetragen werden:

  Control = "CS LN BL=8 FB=32 DC=3 OLDMODE"

11.06.2008 Beim Surfen im Internet bin ich auf einen Artikel gestoßen, welcher die Gefahren von ausgelaufenen Batterien beschreibt. Als ich den Amiga 2000 öffnete musste ich feststellen, dass auch diese Batterie ausgelaufen ist. Auf den Motherboard hat sich schon ein dunkler Fleck gebildet. Der Amiga arbeitet noch ohne Probleme und auch die Hardware-Uhr arbeitete. Ich habe die Batterie entfernt und das Motherboard mit Essig und destilliertem Wasser gereinigt. Die Zeit wird zeigen ob der Amiga 2000 überlebt.

Aktuelle Konfiguration
Mein Amiga 2000 hat das Kickstart-ROM 3.1 eingebaut und wird mit Workbench 3.1 betrieben. Die Turbokarte A2630 bringt in so richtig auf Trab. Als Festplatte wird eine A2091 ohne Speichererweiterung eingesetzt. Ein IDE Brenner wird über einen Yamaha SCSI auf IDE Adapter am SCSI-Bus betrieben und ich verwende das AmiCDFS als CD-Dateisystem. Das Brennen von CD's ist mit dem Programm MakeCD kein Problem.
Auch mit MS-DOS kann mein Amiga 2000 umgehen denn es ist eine A2286 Brückenkarte eingebaut. Aus Platzmangel habe ich auf den Einbau des originalen 5 1/4 Zoll oder eines 3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk verzichtet.

Dringend gesucht
Ich suche dringend noch einen DCF77-Empfänger für die serielle Schnittstelle, einen IDE-Kontroller für die Amiga-Seite, einen IDE-Kontroller für die PC-Seite, sowie eine Netzwerkkarte und Grafikkarte für die PC-Seite. Des Weiteren fehlt mir noch ein Flickerfixer. Solltest Du mir weiter helfen können wäre ich Dir sehr dankbar!

ACHTUNG Zeitbombe!

Ich empfehle Jedem die Batterie der Hardware-Uhr zu entfernen oder auszutauschen. Durch Alterung der Batterie läuft die Säure aus und verbreitet sie sich innerhalb der Schichten, was zur Zerstörung der Leiterbahnen führt. Die Batterie wird nur zur Pufferung der Hardwareuhr gebraucht, auch ohne sie arbeitet der Amiga ohne Probleme - nur die Zeit muss eben manuell eingestellt werden.

Der Commodore Amiga 2000

Im Gegensatz zum Amiga 500 handelt es sich beim Amiga 2000 um einen Desktop-Computer, der zwar Hardwaremäßig dem 500er entspricht, durch seine internen, PC-ähnlichen Erweiterungsslots aber stark aufrüstbar ist. Dazu gesellen sich noch ein freier Einschub für 3,5 Zoll Laufwerke und einer für 5 1/4 Zoll Laufwerke. Außerdem befinden sich zwei 8-Bit und zwei 16-Bit ISA-Slots auf der Hauptplatine, die für PC-Brückenkarten benutzt werden können.

Den Amiga 2000 gibt es schon seit dem Jahr 1986. Damals trat Commodore mit dem Werbeargument an, dass dieser neue Rechner durch seine universellen Erweiterungsmöglichkeiten absolut zukunftssicher sei, da man alle denkbaren Erweiterungen und Verbesserungen nachträglich in den Computer einbauen könne. Im Prinzip stimmt das auch, aber in der Praxis gibt es da leider einige Einschränkungen, auf die ich später näher eingehen werde.

Als erster Amiga besitzt der A2000 die bereits erwähnten fünf PC-ähnliche 100-polige Erweiterungssteckplätze, genannt Zorro-II-Steckplätze. Diese können sehr vielfältig genutzt werden, sei es für Speichererweiterungen, Festplattencontroller, Autoboot-Karten, Grafikkarten usw. Die Busbreite beträgt 16 Bit, die Konfiguration der Ressourcen usw. erfolgt über den AutoConfig-Standard. Das heißt, jede Karte wird automatisch vom Betriebssystem in die 8 MByte verfügbaren Adreßraum eingebunden, mitsamt allen benötigten Treibern die evtl. auf einem ROM-Baustein auf der Karte zu finden sind. Alle Karten erhalten eine eindeutige vierstellige Hersteller-ID und eine vierstellige Produkt-ID, anhand derer die Treibersoftware "seine" Karte identifizieren kann.

Die PC-Erweiterungsslots sind lediglich für Brückenkarten brauchbar, sie sind nämlich lediglich untereinander verbunden und mit Strom versorgt. Der Amiga kann diese Slots weder ansprechen noch anderweitig benutzen.

Modellunterschiede

Seit dem ersten A2000 hat Commodore mehrfach ohne großes Aufhebens Veränderungen am Amiga 2000 vorgenommen. Alle diese Veränderungen betreffen den elektronischen Aufbau der Hauptplatine im Amiga.

Die Geburt des Amiga 2000 fand in Braunschweig statt. In den Jahren 1985 und 1986 waren die Commodore-Ingenieure in den amerikanischen Firmensitzen eifrig mit der Entwicklung des Amiga 500 beschäftigt. In Deutschland hingegen hatten sich die Commodore-Mitarbeiter daran gemacht, basierend auf dem Motherboard des Amiga 1000 einen Amiga für professionelle Anwendungen mit universellen Erweiterungsmöglichkeiten zu bauen - eben den Amiga 2000. Hierbei wurde die Beispiel-Zorro-II Backplane aus dem Amiga 1000 Hardware Manual verwendet, ein Genlock-Slot hinzugefügt und der Edge-Connector des Amiga 1000 auf die Hauptplatine verlegt. Dieser wurde unter dem Begriff MMU-Slot bekannt.

Die ersten Modifikationen

Die amerikanischen Commodore-Entwickler nahmen sich nach erfolgreicher Fertigstellung des Amiga 500 den Amiga 2000 vor. Diesmal wurde der Rechner basierend auf dem Amiga 500 entwickelt. Prinzipiell wurden zu dessen Platine die Steckplätze und ein Spezialchip mit der entsprechenden Ansteuerlogik, der sogenannte "Thin Buster" hinzugefügt.

Die so entstandenen, amerikanischen Veränderungen standen dem A2000 gar nicht mal so schlecht zu Gesicht. Aber bei allen Verbesserungen gab es ja noch die ursprünglichen, in Deutschland entwickelten und gefertigten Amiga 2000. Und diese Ursprungs-2000er hatten ja bereits in gar nicht so geringer Stückzahl ihre Käufer gefunden, als der überarbeitete Amiga 2000 im Jahr 1988 über den großen Teich wieder zurück in deutsche Lande schwappte.

Um nun mit den verschiedenen Varianten nicht vollkommen durcheinander zu kommen, wurden die beiden Modelle das A-Modell und das B-Modell genannt, wobei der A-Amiga der ursprünglich in Deutschland entwickelte war. Zunächst gibt es zwischen der A- und der B-Platine ein paar technische Änderungen zu vermerken, die aber keine spürbaren Auswirkungen auf den Funktionsumfang oder die Aufrüstmöglichkeiten des Amiga 2000 haben. Die Platine des ursprünglichen A2000 ist aus vier Leiterbahn-Schichten aufgebaut. Die amerikanische Version bringt es hingegen durch stärkere Bauteilintegration nur auf zwei Schichten. Dadurch konnten die Produktionskosten spürbar gesenkt werden. Der zweite Unterschied betrifft die Monitorausgabe. Die B-Amigas haben im Gegensatz zu den A-Amigas eine monochrome Videobuchse.

Ebenfalls mit der Optik bzw. mit der Grafikdarstellung hat der nächste Unterschied zwischen A- und B-Version zu tun: Im Amiga 2000 gibt es einen besonderen Steckplatz, der für besondere Erweiterungskarten gedacht ist, die in irgendeiner Form mit dem Bereich Video zu tun haben. Man kann in diesen Slot, Grafikkarten, Flickerfixer, Genlocks und noch jede Menge andere Karten unterbringen. Beide Amiga-Varianten besitzen diesen Video-Slot, jedoch mit einem Unterschied: Der Amiga 2000 B wurde hier mit einem Zusatz versehen. Die Entwickler der B-Version wollten zukünftigen Videokarten wohl ein paar zusätzliche Signale zur Verfügung stellen. Deshalb installierten sie auf gleicher Höhe mit dem ursprünglichen Video-Slot kurzerhand eine weitere Steckleiste, die der dort eingestecktenKarte weitere neue Signale zur Verfügung stellt. Das nachsehen haben hier Amiga 2000-A Besitzer. Sie konnten die neueren, für den Amiga 2000-B entwickelten Videokarten nicht einsetzen.

Speichereinschränkungen

Während all diese Unterschiede sich in Ihren Auswirkungen in Grenzen hielten, kommen wir nun zu einem wirklich gravierenden Gegensatz zwischen den beiden Modellen. Hier geht es um den Speicheraufbau der Systeme, was aber auch besondere Konsequenzen im Bereich Grafik hat.

Der Amiga 2000 (A und B) wird standardmäßig mit 1 MByte RAM ausgeliefert. Beim B-Modell befinden sich alle Speicherbausteine auf der Hauptplatine, beim A-Modell jedoch lediglich die ersten 512 KByte. Weil aber auch A-Besitzer ihr MByte erwarten dürfen, gibt es bei den A-Amigas einen besonderen Zusatz: die MMU-Karte, die es nur im A-Modell gab und ihren Namen dem MMU-Steckplatz zu verdanken hat, in dem sie steckt. Hier liegt aber ein wichtiges Problem der Karte: Sie blockiert den weiteren Speicherausbau! Und es gibt noch ein wichtigeres Problem: Da der Amiga zwischen Chip- und Fast Memory unterscheidet (Siehe Amiga 1000) und sich noch der alte Big-Agnus-Chip in den Amiga 2000-A Modellen befindet, der kleiner als der Fat-Agnus ist, ergibt sich folgendes Problem: Amiga 2000 B können durch einfaches Austauschen des "Fat Agnus"-Chips auf 1 MByte Chip RAM aufgerüstet werden. Beim Amiga 2000 A ist dies nicht möglich. Wer einen Amiga 2000 A besitzt, bleibt also auf 512 KByte Chip-RAM beschränkt.

Die letzte Version des A2000 wurde inoffiziell Amiga 2000C genannt, basierte auf dem ECS-Chipsatz und wurde mit der Workbench 2.04 ausgeliefert, quasi dieselben Änderungen, die auch der Amiga 500 mit Revision 8 erfahren hat. Ansonsten blieb er unverändert.

Unterschiede und Sondermodelle

Hier noch einmal die wichtigsten Unterschiede und Erkennungsmerkmale zwischen A2000 A ,B und C in Stichpunkten:

A-Modell B-Modell C-Modell
Chipsatz OCS OCS (teilweise aber schon ECS-Agnus) ECS
Agnus-Chip Big Agnus Big Agnus oder Fat Agnus Fat Agnus
Maximale Chip-RAM Größe 512 KByte 1 MByte 1 MByte
Videoslot kurz lang lang
Hauptplatine Basierend auf Amiga 1000, vierlagig Basierend auf Amiga 500, zweilagig Basierend auf Amiga 500, zweilagig
Composite-Video kein Graustufen Graustufen

Weitere Sondermodelle waren der A2500 mit serienmäßigem A2091 SCSI-Controller und A2630 Turbokarte. Dieses Gespann wurde, mit dem Kürzel "UX" versehen, unter AMix, einem UNIX-Derivat eingesetzt. In England gab es noch den A1500, der aber nur aus einem A2000 mit zwei Diskettenlaufwerken und keinen weiteren Änderungen (von der Namensplakette abgesehen) bestand.

Datenblatt Commodore Amiga 2000
Erscheinungsjahr März 1987 (A-Modell)
1988 (B-Modell)
1990 (UX, 2500)
Ca. Neupreis 1098,- DM
Prozessor Motorola MC68000
Taktfrequenz 7.09 Mhz (PAL)
7.14 Mhz (NTSC)
Arbeitsspeicher 512 KByte Chip-RAM, 512 KByte Slow-RAM serienmäßig (Modell A und B)
1 MByte Chip-RAM serienmäßig (nachrüstbar bei B-Modellen, serienmäßig bei C-Modellen)
ROM 256 KByte Kickstart-ROM später 512 KByte Kickstart-ROM
Betriebssystem AmigaOS 1.2 (Modell A )
AmigaOS 1.3 (Modell B)
AmigaOS 2.0 (Modell C)
Chipsatz OCS oder später ECS
Grafikchip MOS 8362 "Denise"
Textmodi Keine
Grafikmodi 4096 Farben Farbpalette
- 64 Farben in 320x512
- 16 Farben in 640x512
- 4 Farben in 1280x512
weitere programmierbar
Sprites 8
Soundchip MOS 8264 "Paula"
Sound 4 Stereo 8Bit Digitalkanäle
Ein-Ausgabechip MOS 5719 "Gary"
Sonstige Chips - MOS 8370/8371/8375 "Agnus"
   Übernimmt den Job eines Adreßgenerators und beinhaltet die
   Chips "Copper" und "Blitter"
- "Copper"
   ermöglicht es, die Register der Custom-Chips abhängig von
   der momentanen Rasterzeile neu zu programmieren
- "Blitter"
   kann Speicherbereiche kopieren und logisch miteinander
   verknüpfen
Tastatur Amiga-Standardtastatur mit abgesetztem Ziffernblock
Gehäuseform Desktop
Laufwerke 3,5" Diskettenlaufwerk, 880KB
Anzeige - Composite-Monitor (ab Modell B)
- RGB-Monitor
Erweiterungsmöglichkeiten - Über die Zorro-Slots,
- den MMU-Steckplatz,
- den Videoslot im Inneren
Ein-Ausgabe - 2x Cinch für Stereo-Audio
- 2x Joystick-Ports
- 1x RGB Monitoranschluß
- 1x BAS-Monitoranschluß (erst ab Amiga 2000 B)
- 1x Serieller Port
- 1x Paralleler Port
- 1x Diskettenlaufwerk
- 1x Tastatur
Anschlussbelegungen